Zugmitnahme

Mit Zug und Rad zum gewünschten Radl-Ort zu gelangen ist absolut umweltfreundlich. Fahrradmitnahme heißt die Lösung, bei der je nach Reise-Art einiges zu beachten ist. Denn jeder Zug hat unterschiedliche Rahmenbedingungen für die Mitnahme, teilweise auch die Verkehrsverbünde.

 

Fahrradmitnahme Zug im Fernverkehr

Das Rad kann in Intercity- und Eurocity-Zügen generell mitgenommen werden, in einigen ICE ebenfalls. Für die Fahrradmitnahme Zug im Fernverkehr notwendig ist eine Fahrradkarte und eine Stellplatzreservierung. Da jeder Zug nur begrenzte Kapazitäten für Räder hat, empfiehlt sich ein rechtzeitiger Kartenkauf. Die Zusatzkarte und der Stellplatz können zeitgleich mit der eigenen Fahrkarte gebucht werden. Außerdem ist die Stellplatzreservierung kostenfrei, wenn sie gleichzeitig mit der Fahrradkarte gebucht wird. Bei einer Online-Buchung kann unter „Weitere Optionen“ das Ticket für das Rad gleich integriert werden. Außerdem werden dann nur Verbindungen angezeigt, in denen die Fahrradmitnahme im Zug möglich ist. Ob es im gewünschten Zug jedoch noch einen Stellplatz gibt, wird erst bei der Buchung ersichtlich.

 

Welche Räder dürfen im EC und IC mitgenommen werden?

Für die Bahn ist laut Beförderungsbedingungen (fast) alles Fahrrad, was zwei Räder, einen Sattel und 40 bis 60 mm breite Reifen hat. Dafür sind die Fahrradständer im Zug ausgerichtet. Bei Fatbikes müsste die Luft aus den Reifen gelassen werden, damit sie in die Ständer passen. E-Bikes bis 25 km/h (250 Watt) dürfen mitgenommen werden, schneller fahrende Pedelecs nicht. Tandems, Liegeräder und Dreiräder können nur mitgenommen werden, wenn die Kapazität im bestimmten Zug vorhanden ist. Ein Falt- oder Klapprad muss in der Gepäckablage reisen oder unter die Sitze geschoben werden. Ebenso dürfen Anhänger für Kinder nur mitgenommen werden, wenn sie zusammenklappbar sind.

 

Positiv: Kinderräder bis 16 Zoll benötigen kein eigenes Ticket und können in der Gepäckablage untergebracht werden. Auch die Bahncard 100 lässt das private Fahrrad kostenfrei mitreisen, hier ist nur die Stellplatzreservierung notwendig.

 

Für internationale Zugverbindungen ist eine internationale Fahrradkarte notwendig.

 

Fahrradmitnahme Zug im Nahverkehr

Im Nahverkehr laden je nach Bundesland und Verkehrsverbund unterschiedliche Tagestickets dazu ein, das Fahrrad mitzunehmen. Gleichzeitig gibt es Sperrzeiten zu beachten, in denen eine Fahrradmitnahme nicht möglich ist. Meist ist dies während der beruflichen Hauptverkehrszeiten, wenn sich ohnehin alle Menschen dicht in den Abteilen drängen.

 

In Mehrzweckabteilen im Nahverkehr sind neben hochklappbaren Sitzen verschiedene Fahrradstellplätz vorhanden, an denen die Bikes mit Gurten fixiert werden. Obwohl zu Urlaubszeiten auf bestimmten Strecken diese Abteile ausgeweitet werden, wird manchmal kurzfristig eine Radmitnahme schwierig. Daher ist es am besten, seine Reise gleich zu weniger frequentierten Zeiten zu planen. Bei der Online-Auskunft zeigt ein Symbol, wie die Plätze für den jeweiligen Zug schon gebucht sind.

 

Die regionalen Verkehrsverbünde haben für Räder ihre eigenen Tarife und Bedingungen. Klug ist, sich rechtzeitig vor Buchung und Fahrradticket über die jeweiligen Regelungen zu informieren. Direkt am Bahnhof kann gesagt werden, an welcher Stelle der Wagen mit dem Fahrradabteil hält. So erspart man sich Stress beim Einsteigen.

 

Tipps:

  • Das Quer-durchs-Land-Ticket, mit dem alle Regionalstrecken innerhalb Deutschlands an einem Tag befahren werden können, ist auch um eine Fahrradkarte erweiterbar. Dies kann für Ausflüge in Nachbar-Bundesländer in Kombination mit Radtouren genutzt werden.